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Historie

Historie

1926 wurde der AMC Schifferstadt zwangsläufig als ADAC-Ortsclub gegründet, zwangsläufig deshalb, nachdem bereits in den Jahren 1922 bis 1925 Geschicklichkeitsfahrten mit Motorrädern durchgeführt wurden, an denen Schifferstadter Motorsportler wider Erwarten erfolgreich teilnahmen.

Damals, in den Jahren 1925 bis 1927, wurden die grossen Dreiecksrennen gefahren, die den Namen Schifferstadt weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt machten. Start und Ziel war der Wartturm in Speyer. Von dort ging es über die Rehhütte und den Kohlhof nach Schifferstadt, durch die Mannheimerstrasse, Bahnhofstrasse, Hauptstrasse und Speyererstrasse durch den Wald zurück nach Speyer. Namen wie Hans Stuck senior auf Bugatti, Geier (Ludwigshafen) auf Amilca, Gimbel auf Bugatti sowie Jörns und Fritz von Opel auf Opel bereicherten die Starterlisten.

Bereits zu diesen Zeiten gab es Nörgler in der Bevölkerung, sodass die Idee einer Rennstrecke im Schifferstadter Wald auf den Hessler-Bruch-Wiesen geboren wurde und große Resonanz fand.
Die Finanzierung war bereits gesichert, doch die "Starrköpfigkeit" einiger Kleingeister im Schifferstadter Gemeinderat verurteilten das Projekt zum Scheitern; die Rennstrecke wurde dann in Hockenheim gebaut. Die Motorsportler selbst ließen sich davon aber nicht beeindrucken und fuhren in den verschiedensten Disziplinen in der näheren und weiteren Umgebung von Erfolg zu Erfolg.
1933 wurden durch den Druck der damaligen Machthaber, wie bei vielen anderen Vereinen auch, die Aktivitäten eingestellt. Ein kurzes Aufflammen gab es nochmals 1938/39, dann lag das Vereinsleben endgültig lahm.

Die Wiedergründung erfolgte dann am 14.12.1949 in der "Pfälzer Weinstube", wobei folgende Vorstandschaft gewählt wurde: 1.Vorsitzender Michael Neff, 2.Vorsitzender Adam Teutsch, Schatzmeister Fritz Kaufmann, Sportleiter Otto Hoefle, Erich Strobel, Pressewart Emil Weber, Beisitzer Jean Meyer, Georg Laforce, Heinrich Christmann, Karl Sturm.

Unter dieser Führung wurden dann die Geschicke des Vereins geleitet, wobei auf dem Gelände des FSV 13/23 Geschicklichkeitsfahrten für Motorräder und Moto-Ball-Spiele organisiert wurden. Fuchsjagden und gesellige Veranstaltungen wie Spiessbratenessen und Tanzveranstaltungen rundeten das Programm ab.

Glanzlichter setzten in den 60er und 70er Jahren im Rallye-Sport vor allem die Teams Herbert Krupp/Ulli Stanik und Rainer Lill mit bekannten Beifahrern wie Wulf Biebinger und Willi-Peter Pitz. Herbert Krupp und Rainer Lill bestritten zusätzlich erfolgreich Rundstreckenrennen bei den Tourenwagenklassen wobei Krupp vor allem mit einem 2-Sitzer Spider und auf NSU TT Lorbeeren erntete, während Lill auf einem DKW-Werkswagen F 11, auf Renault R 8 Gordini und vor allem auf Opel seine Pokale holte.

Am 17.10.1969 wurde der Motor-Sport-Club (MSC) Schifferstadt gegründet. Vorstandschaft im Gründungsjahr: 1. Vorsitzender Karl Spindler, 2.Vorsitzender Karl Sattel, Schatzmeister Günter Neff, Schriftführer Peter Pröfrock, Pressewart Heinrich Pfeiffer, Sportleiter Günter Braun, Fritz Gruber. Erweiterte Vorstandschaft Verkehrsreferent Josef Fahnenstich, Gerätewart Peter Frank, Beisitzer Werner Mauser, Hans Amberger, Rainer Schwind, Rainer Fouquet.

Die Idee war, sich verstärkt motorsportlich und auf dem Gebiet der Verkehrserziehung zu engagieren. Diese Tätigkeit wurde nach Meinung der 65 Gründungsteilnehmer im AMC zu stark vernachlässigt. Vor allem eine echte und gezielte Unterstützung für die Motorsport treibenden Mitglieder wurde auf die Fahnen geschrieben. Die Erfolge in den anschließenden Jahren rechtfertigten diesen Schritt.
Bei Rallyes, Rundstreckenrennen, Sandbahn- und Grasbahnrennen, Moto-Cross-Geschicklichkeitsfahrten und Autoslaloms standen immer wieder MSC’ler im Rampenlicht und konnten sehr gute Erfolge verbuchen.
Zunächst schloss man sich wegen den sportlichen Aktivitäten dem DMV an, wechselte dann am 01.01.1972 zum ADAC über, da von dieser Seite eine größere Unterstützung zu verzeichnen war.

Sportgeschichte für den MSC schrieb dabei vor allem Bernd Odermatt auf der Sandbahn sowie Hans Schwind im Rallye-Sport. Mit den Fahrern Siegfried Jäger, Dieter Enders und Rudolf Klapdohr konnten auf Golf GTI und Toyota Corolla in den entsprechenden Markenpokalen jahrelang bei Läufen zur Deutschen Rallye Meisterschaft Akzente gesetzt werden.
Am 01.05.1986 ließ der MSC dann den alten Brauch des Maibaumstellens wieder aufleben.

Dieser wurde im darauffolgenden Jahr als Zunftbaum gestaltet, wobei nach anfänglichen Schwierigkeiten mittlerweile 18 Zünfte mit ihren Zeichen vertreten sind.
Zusätzlich wurde das MSC und ADAC Wappen am Baum integriert, die Wappen von Schifferstadt, Aichach in Bayern und Frederick in Maryland - USA zeugen von der Verschwisterung Schifferstadts mit diesen Städten. Das Zunftbaumstellen ist mittlerweile eine feste kulturelle Veranstaltung in unserem Vereinsleben sowie auf Stadtebene, wobei die große Beteiligung der Bevölkerung und die Unterstützung aus anderen Vereinen die Beliebtheit dieser Veranstaltung belegt.

Ein weiterer und entscheidender Meilenstein in der Geschichte AMC/MSC war dann der 19.Juni 1990. An diesem Tag wurde die Fusion beider Vereine von den jeweiligen Mitgliederversammlungen bestätigt. Anschliessend erfolgte die Gründung des neuen Vereins Motorsport und Automobil Club Schifferstadt 1926/69 e.V. im ADAC (MAC).

Zu einem echten Renner im Jahresprogramm des MAC entwickelte sich in den Folgejahren bis heute das Zunftbaumstellen, das mittlerweile traditionell am 01.Mai gefeiert und von der Bevölkerung begeistert angenommen wird. Das kurzweilige Rahmenprogramm verspricht immer etwas besonderes und vor allem das Handanlegen von Gästen beim Hochziehen des Baumes sorgt immer wieder für Hochstimmung. Die limitierten 200 Zunftbaumgläser waren von Anfang an so begehrt, dass sie zwischenzeitlich nur noch an Helfer und aktive Handwerker ausgegeben werden.

Aus dem Erlös vieler interner und externer Veranstaltungen wurde manch namhafter Betrag an verschiedene Organisationen wie dem Behindertenheim der Lebenshilfe, der Selbsthilfegruppe Schifferstadt der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft oder aber dem Vogelpark in Form von Spielgeräten für den Kinderspielplatz gespendet.

Sportlich ist der MAC zur Zeit neben der Ausrichtung eines Kurz-Triatlons vor allem im Kartsport und Oldtimersport vertreten. Ebenso sind wir mit Helfern und Streckenposten bei den Internationalen Veranstaltungen „ Vorderpfalz Classic und Heidelberg Historic“

Insgesamt ist ein sehr reges Vereinsleben zu verzeichnen, an dem nicht nur die 145 Mitglieder beteiligt sind. Auch im erweiterten Freundes- und Bekanntenkreis wird das Interesse gross geschrieben, wobei auch von dieser Seite sich immer wieder Helfer zur Verfügung stellen aber vor allem als gern gesehene Gäste an unseren Veranstaltungen teilnehmen.